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Kieferorthopädische Gemeinschaftspraxis
Dr. Sabine Mirsberger & Partner


Häufige Fragen: Zahn- und Kieferfehlstellungen

Der Einklang von Gesichtsästhetik und Funktionalität ist die Maßgabe für alle unsere kieferorthopädischen Leistungen und die Philosophie unseres Praxisteams. Unsere Behandlungen dienen in erster Linie dazu, wichtige Kieferfunktionen wie Atemwege, Sprechen, Kaufunktion und Lippenschluss zu erhalten und zu fördern. Da aber die Gesichtsästhetik den Patienten das gesamte Leben lang begleitet, wird diese Funktionalität durch eine einwandfreie Optik unterstützt, so dass unsere Patienten wieder gerne lächeln.

Nur manche Kieferfehlbildungen sind erblich bedingt. Wenn bei Eltern im Kindesalter diese fachsprachlich genannten Dysgnathien behandelt werden mussten, sollten diese ihren Nachwuchs frühzeitig untersuchen lassen. So können Kieferfehlstellungen in der Regel verhältnismäßig unkompliziert durch entsprechende Apparaturen behoben werden.

Dies ist in einem gewissen Rahmen möglich. Zahngesunde Ernährung von Anfang an hat einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Kiefers und des Gebisses. Bekommt ein Kind zu viel Süßes, neben Süßigkeiten beispielsweise auch zu viele gesüßte Tees oder andere zuckerhaltige Getränke, können unter Umständen bereits die Milchzähne an einer Karies erkranken. Wird diese nicht behandelt und führt zu einem frühen Verlust derselben, entsteht häufig eine Zahnfehlstellung im bleibenden Gebiss. Deshalb sollte eine Karies unbedingt auch bei Milchzähnen entsprechend behandelt werden. Weitere häufig vermeidbare Fehlstellungen: Besonders Nuckeln am Daumen und eine gestörte Nasenatmung verformen Kiefer und Zähne.

Schon bei leichten Schmerzen im Kiefer sollten Sie sich zur genaueren Untersuchung in die Praxis begeben, da diese ein Anzeichen für eine mögliche Störung wie z. B. nächtliches Zähneknirschen oder andere Kiefer- bzw. Zahnerkrankungen sein können. Ist die Funktion Ihres Kiefergelenkes im Ungleichgewicht, kann sich dies unter Umständen auf weitere Regionen des Körpers auswirken und sich beispielsweise in Tinnitus, Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen, bzw. Schmerzen im Knie äußern.

Die Ursache von Beschwerden im Kiefer oder der Zähne, die über einen längeren Zeitraum auftreten, sollte grundsätzlich abgeklärt werden. Es können sich unter Umständen ständige Probleme beim Kauen oder Schlucken ergeben. Erste Anzeichen können Knackgeräusche beim Öffnen und Schließen des Mundes sein, nächtliches Zähneknirschen, oder leichte Beschwerden beim Kauen und Schlucken.

Wir können rasch feststellen, welche Ursache dem zugrunde liegt und, falls notwendig, eine geeignete Behandlung einleiten. Knirschen Sie zum Beispiel im Schlaf mit den Zähnen, können wir Ihnen Knirscherschienen anpassen, die Sie nachts zum Schutz der Zähne tragen.

Das hängt davon ab, welche Korrektur bei Ihnen oder Ihrem Nachwuchs vorgenommen werden muss. Bei Kindern und Jugendlichen sollte je nach Behandlung ein Zeitraum zwischen zwölf Monaten bis vier Jahren einkalkuliert werden. Dabei spielt die Bereitschaft des Kindes, aktiv mitzuarbeiten, aber auch der Zeitpunkt des Zahnwechsels eine große Rolle: Nicht nur das regelmäßige Tragen zum Beispiel bei herausnehmbaren Apparaturen, sondern auch die eigene Mundhygiene sind wichtig. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Grundsätzlich gilt: Bei Jugendlichen, deren Gebiss noch im Wachstum ist, können Regulierungen einfacher und schneller durchgeführt werden als bei erwachsenen Patienten. Daher ist es meist ratsam, bei einer festgestellten Fehlstellung bereits im Kinder- und Jugendalter mit der Behandlung zu beginnen.

Eine Korrektur der Zahnstellung kann ein Leben lang erfolgen (d. h. die Ausformung des Zahnbogens). Falls die Kieferlage des Unterkiefers zum Oberkiefer nicht korrekt ist (Kieferfehlstellung), so kann diese durch eine alleinige kieferorthopädische Behandlung in der Regel nur während der Wachstumsphase korrigiert werden. Dabei ist zu beachten, dass Mädchen in der Regel mit etwa 15 Jahren schon komplett ausgewachsen sind, während Jungen dann erst ihren Wachstumshöhepunkt haben.

Grundsätzlich gilt: Ob und ab wann eine kieferorthopädische Therapie notwendig ist, muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft werden. Behandelt werden sollte jede Abweichung von der Optimalstellung, die sich nicht ausschließlich ästhetisch auswirkt. So können Folgebeschwerden wie eine frühzeitige Abnutzung der Kiefergelenke oder Kopf-, Nacken-, Rückenschmerzen oder Tinnitus vermieden werden.

Es ist sinnvoll, sein Kind im Alter von etwa vier Jahren auf eine Fehlstellung untersuchen zu lassen. Bei gravierenden Fehlstellungen, z. B. einem seitlichen Kreuzbiss, kann dann bereits eine Frühbehandlung beginnen. Allerdings werden bestimmte diagnostische Verfahren wie Schädelröntgenaufnahmen oder der Einsatz des Orthopantomographen noch nicht durchgeführt.

Meist fängt eine kieferorthopädische Behandlung im Alter zwischen 9 und 12 Jahren während des so genannten Wechselgebisses an. In dieser Wachstumsphase werden die Milchzähne durch die bleibenden Zähne ersetzt und Fehlstellungen des Kiefers und der Zähne lassen sich einfacher korrigieren. Es wird unmittelbar in das Wachstum derselben eingegriffen, und sie können in die richtige Lage gelenkt werden.

Bei Mädchen beginnt die Wechselgebissphase in der Regel früher als bei Jungen, daher wird im Schnitt auch früher mit der kieferorthopädischen Behandlung begonnen.

Dies hängt von der persönlichen Diagnose ab. Allerdings müssen nur in seltenen Fällen bei einer kieferorthopädischen Behandlung Zähne entfernt werden.

Lediglich, wenn der Engstand der Zähne eine bestimmte Grenze überschreitet, werden Zähne entfernt. Meistens betrifft dies die vorderen Backenzähne im Ober- und Unterkiefer, die so genannten Prämolaren. Durch entsprechende festsitzende Apparaturen werden die Zähne während der anschließenden Behandlung gerade gerückt und die Lücken geschlossen.

Die Zähne haben tatsächlich die Neigung, sich wieder zu verschieben. Das nennt man "Rezidiv" (Rückfall). Mit entsprechenden Behandlungsgeräten lässt sich ein solcher Rückfall allerdings einfach vermeiden. Dazu zählt der Lingualretainer, ein zahnmedizinischer Draht, der auf der Rückseite der Frontzähne aufgeklebt wird oder eine speziellen Haltezahnspange, die nachts getragen wird.

Eine kieferorthopädische Behandlung hat neben der Korrektur der Zahn- und Kieferfehlstellungen auch Einfluss auf die weichen Teile des Gesichts: Das Verhältnis von Mund, Nase und Wangen harmonisiert sich. Steht zum Beispiel am Anfang einer KFO-Behandlung der Unterkiefer vor, ist im Profil des Kindes das Kinn nach vorn geschoben. Im Verlauf der Therapie verändern sich dementsprechend auch die Gesichtszüge zum Positiven: Das Profil wird gleichmäßiger und ausgewogener.

Der psychologische Vorteil: Mit dem ebenmäßigen Aussehen werden Jugendliche oft selbstbewusster, da sie nicht mehr durch äußerliche Merkmale wie ein hervorstehendes Kinn auffallen und sich attraktiver fühlen.

Während der Pubertät bzw. im Alter zwischen neun und 14 Jahren wächst der Kiefer am stärksten. Daher ist er in dieser Phase leicht in die korrekte Position zu lenken, da er mit den geeigneten Maßnahmen dorthin wachsen kann.

Bei Erwachsenen hingegen dauert die Korrektur einer Zahnfehlstellung meist länger. Die Behandlung einer Kieferfehlstellung erfordert darüber hinaus in der Regel einen zusätzlichen kieferchirurgischen Eingriff.